Mittelalter — Alle Beiträge dieser Epoche · 1178
Die Ersterwähnung: „Richolfesheim“ tritt in die Geschichte
Quelle: Landesarchiv Baden-Württemberg, Staatsarchiv Wertheim, StAWt-R US 1178
Reinhard, Bischof zu Würzburg, beurkundet und bestätigt im Jahr 1178 einen Tauschvertrag der Abtei Bronnbach mit der Pfarrei Reicholzheim: Die Abtei erwirbt gegen zwei Güter zu Waldenhausen und Sachsenhausen das Drittel des Zehnts von den Höfen Lengevelt (heute Mittelhof) und Bronnbach (heute Schafhof). Mit dieser Pergamenturkunde wird Reicholzheim — als „Richolfesheim“ — erstmals schriftlich fassbar.
An dem Tauschgeschäft war nach den Findmitteln des Staatsarchivs auch Graf Boppo von Wertheim maßgeblich beteiligt: Er hatte den Zehnt, den das Kloster erwarb, zuvor inne. Und noch etwas zeigt, in welch bewegter Zeit die Urkunde entstand: Aus demselben Jahr 1178 ist eine Urkunde überliefert, mit der Papst Alexander III. die junge Abtei Bronnbach in seinen Schutz nimmt.
Die Pfarrei Reicholzheim, die hier erstmals genannt wird, ist höchstwahrscheinlich viel älter — die Landeskunde datiert ihre Ursprünge in das 8. Jahrhundert.
